Schimmel entfernen

In vielen Wohnungen ist Schimmel ein Problem, wobei grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Arten von Schimmelbefall unterschieden werden muss:

  • Großflächiger Befall
  • Kleinflächiger Befall

Diese Aufteilung ist daher wichtig, da ein großflächiges Schimmelvorkommen nur schwer zu entfernen ist. Von einem großflächigen Befall wird dann gesprochen, wenn beispielsweise ganze Wände oder sogar ein kompletter Raum vom Schimmel befallen ist. Ein solcher Schimmelbefall kann in den meisten Fällen nicht selbst entfernt werden, sondern hier ist eine professionelle Reinigung durch Profis notwendig, die sich mit dieser Art der Schimmel Entfernung auskennen. Sie verfügen über die entsprechenden Geräte und treffen auch die passenden Schutzmaßnahmen. So muss eine verschimmelte Putzschicht beispielsweise komplett entfernt werden und das funktioniert eben nur mit der entsprechenden Kenntnis und Werkzeugen. Zudem sollte in einem solchen Fall auch die Sporenbelastung nicht unterschätzt werden, die eine extrem hohe Belastung für die Gesundheit der Bewohner mit sich führt. Eben aus diesem Gründen wird von den professionelle Unternehmen ein Luftfilter bei der Reinigung eingesetzt sowie Luftschleusen, damit die Belastung so gering wie möglich gehalten wird.

Ein kleinflächiger Schimmelbefall liegt dann vor, wenn sich beispielsweise an Fensterlaibungen oder in Zimmerecken leichter Schimmel ansammelt. Dieser kann mit einigen Tipps ganz einfach selbst entfernt werden. Selbst Fugen oder Isolierungen im Badezimmer, die Schimmel aufweisen, können bei einer richtigen Behandlung von diesem befreit werden. Doch es ist wichtig, dass gemeinsam mit der eigentlichen Schimmel Entfernung auch die Ursachen der Schimmelbildung beseitigt werden – denn nur so kann ein erneutes Auftreten verhindert werden.

Wie kann Schimmel entfernt werden?

Ist der Schimmel erstmal gesichtet, dann wird eines benötigt: Schimmelentferner. Doch vorab muss angemerkt werden, dass das Auffinden von Schimmel nicht gleich mit einer akuten Gefahr für die Gesundheit verbunden ist. Denn die Intensität und auch die Schimmelart, sowie die Häufigkeit der Nutzung des betroffenen Raumes und die Abgrenzung zu den anderen Wohnräumen ist ebenfalls entscheidend.

In jedem Fall handelt es sich um ein hygienisches Problem und das gilt es zu behandeln und die Belastung zu reduzieren. Im Endeffekt geht es darum den Schimmel zu entfernen, denn das ist die beste Möglichkeit, eine Erkrankung auszuschließen und ruhig zu schlafen.

Ist der Schimmelbefall relativ neu, dann ist es in der Regel ausreichend, diesen mit einem Anti-Schimmel-Mittel oberflächlich zu entfernen. Im Handel werden schnell wirksame Bekämpfungsmittel mit Chlorwirkstoffen angeboten, die die Sporen in bis zu 10 Sekunden zerstören. Zwar ist ein solch chemisches Mittel sehr wirksam, aber aufgrund der möglichen Gesundheitsgefährdung nicht empfehlenswert.

Ratsamer und weitgehend ungefährlich sind die alkoholhaltigen Reinigungsmittel, die aus 80 % Ethanol (Achtung Dämpfe!), 5 – 10 % Wasserstoffperoxid bestehen oder eine 5%ige Sodalösung aus der Apotheke. Mit diesem Mitteln ist es möglich, den Schimmel abzulösen und zu entfernen.

Aber wenn eine fortschreitende Feuchtigkeitsbildung zunächst nicht verhindert werden kann, ist es sinnvoller den Schimmelpilzvernichter anzuwenden. Allerdings ist es wichtig, sich genau an die Gebrauchsanweisung zu halten. Denn ansonsten setzt man sich einer fortschreitenden Vermehrung der Pilzsporen aus und damit einer Gesundheitsgefährdung.

Schimmel im Bad

Einer der Lieblingsorte eines jeden ist das Badezimmer, doch dort nistet sich gern auch Schimmel ein. Denn es ist dort feucht und genau das mag Schimmel. Häufig können rund um die Dusche, die Badewanne und das Waschbecken kleine schwarze Punkte gesichtet werden und diese weisen eindeutig auf Schimmel hin. Diese lassen sich ganz einfach und auf natürliche Weise mit Essig-Essenz beseitigen.

Dafür einfach die Essig-Essenz in einem Sprühflasche füllen und auf die Schimmelflecken sprühen – das war es auch schon. Wichtig ist, dass dabei gut gelüftet wird und die Augen, Haut und Atemwege geschützt sind. Bei Essig-Essenz handelt es sich um einen körpereigenen Stoff, doch als 25%iges Konzentrat ist es in der Lage die Haut und die Schleimhäute zu reizen. Das Konzentrat trocknen lassen und mehrmals wiederholen. Im Anschluss ganz einfach mit klarem Wasser abwaschen.

Schimmel an den Wänden

Auch in Zimmerecken, hinter Schränken und an Kellerwänden nistet sich Schimmel bevorzugt ein. Damit der Schimmelbildung vorgebeugt werden kann, sollte eine übermäßige Feuchtigkeit in den Räumen vermieden werden und dafür ist regelmäßiges Lüften wichtig.

Zeigen sich kleine Schimmelflecken, dann können diese selbst bekämpft werden. Die Stiftung Warentest empfiehlt auch hier Essig-Essenz, wobei genau wie bei der Schimmelentfernung im Bad vorgegangen wird. Die Essenz in eine Sprühflasche füllen, die betroffenen Stellen mehrmals einsprühen und später dann abwischen.

Wer mit Schimmel-Spezialmitteln gegen den Schimmel an Wänden vorgehen möchte, der sollte beachten, dass diese aggressiv und giftig sind. Essig-Essenz ist ein natürlicher Stoff und ungefährlich für die eigene Gesundheit.

Weitere Hausmittel gegen Schimmelbefall

Soll Schimmel beseitigt werden, dann ist es wichtig, sich zu schützen und die Fenster zu öffnen. Handschuhe, eine Schutzbrille und eine Atemmaske (P2 Kennzeichnung) sind dabei unverzichtbar. Die befallenen Stellen werden dann mit einem getränkten Lappen oder einem Schwamm mehrmals abgewischt und die genutzten Lappen bzw. Schwämme müssen anschließend im Hausmüll entsorgt werden.

  • 70%iger Alkohol

Bei einem geringen oder oberflächlichen Befall kann Schimmel mit dem sogenannten medizinischen Alkohol bekämpft werden.

  • Brennspiritus oder Wasserstoffperoxid

Auch Wasserstoffperoxid ist ein Schimmelkiller. Die chlorhaltigen Reiniger sind eher zu vermeiden, denn die durch die Dämpfe können Schleimhautreizungen hervorgerufen werden. Auch Brennspiritus hilft gegen Schimmelbefall.

  • Essig für Metall und Keramik

Selbst Essig hilft dabei dem Schimmel zu Leibe zu rücken, durch seine antibakterielle Wirkung – doch nur auf Metall oder Keramik.

Dem Schimmel vorbeugen

Werden einige Regeln verinnerlicht, dann kann die Gefahr für einen neuen Schimmelbefall verringert werden. Dabei ist das richtige lüften das A & O: morgens und abends mit geöffneten Fenster für fünf bis zehn Minuten Stoßlüften. Zudem ist auch ein kontinuierliches Heizen eine Regel und das bedeutet, die Thermostate auf eine persönliche „Wohlfühltemperatur“ einstellen und diese bestehen lassen.

Die Tür des Badezimmers sollte nach dem Duschen nicht offen stehen, sondern geschlossen werden. Denn ansonsten kann sich der Wasserdampf in der Wohnung verteilen. Ratsamer ist es, bei einem fensterlosen Bad, die Schachtlüftung regelmäßig zu kontrollieren. Dafür gibt es einen einfachen Tipp: Eine Duftkerze anzünden und funktioniert die Sogwirkung, dann kann sich der Duft nicht im Raum verteilen. Zudem sollte jeder Raum einzeln geheizt und gelüftet werden. Auch das Bett im Schlafzimmer sollte etwas Abstand zu einer Außenwand aufweisen, damit eine bessere Luftzirkulation erwirkt wird.

Schimmel auf Lebensmitteln

Jeder stellt sich dieselbe Frage, wenn Schimmel auf Lebensmitteln wie Marmelade, Toast oder Käse entdeckt wird:

Abschneiden oder wegschmeißen?

Viele kennen es, die Großmutter hat dann einfach die schimmelige Stelle herausgeschnitten und dann den Apfel zum Verzehr gereicht. Doch von den Experten wird geraten, schimmelige Lebensmittel zu entsorgen. Aber nicht alle Lebensmittel, die grünlich-weißliche Stellen aufweisen, müssen gleich in den Müll wandern.

Das unsichtbare Gift

Wird eine grünlich-weißliche Stelle auf Soßen, Wurst oder Quark gesichtet, dann heißt es Vorsicht walten lassen. Denn es ist nicht mit dem bloßen Auge zu erkennen, ob der Pilz Gifte bildet oder nicht. Es gilt generell:

  • Je höher der Wassergehalt in Lebensmitteln, desto schneller verbreitet sich das Gift in diesen!

Das wird von der Verbraucherzentrale Berlin mitgeteilt. Zudem gibt es eine weitere Gefahr:

  • Die gesundheitsschädlichen Stoffe wie die sogenannten Mykotoxine sind nicht nur in den sichtbaren Pilzrasen enthalten, sondern auch in dien tieferen Schichten der betroffenen Lebensmittel und damit unsichtbar.

Somit können nicht alle schädlichen Sporen durch Abschneiden oder –kratzen entfernt werden. Das bedeutet, dass verschimmelte Lebensmittel, die einen hohen Wassergehalt aufweisen, wie Suppen, Soßen und Säfte direkt in den Müll wandern sollten. Selbst befallene Milchprodukte wie Quark und Joghurt dürfen nicht mehr verzehrt werden – davor warnen die Verbraucherexperten ausdrücklich. Das gilt zudem auch für angeschimmelte Frisch-, Weich- und Schnittkäsesorten sowie für Wurst und Fleisch.

Die Gefahr für die Gesundheit

Aber auch wasserreiches Obst, Eingemachtes, Gemüse und Kompott, welches Schimmelstellen aufweist, sollte keinesfalls mehr verzehrt werden. Denn ansonsten drohen schlimmstenfalls gesundheitliche Schäden. Denn im alltäglichen Gebrauch ist es nicht feststellbar, ob die Schimmelart ungefährlich ist oder nicht. Die Experten erklärte, dass es Schimmelpilze gibt, die äußerst giftige und teilweise sogar krebserregende Substanzen, die sogenannten Mykotoxine bilden. Zudem gibt es auch andere Pilzgifte, die die Nieren schädigen können oder die körpereigenen Abwehrkräfte schwächen. Selbst die harmloseren Pilzsorten bergen gewisse Gefahren. So können vor allem immungeschwächte Personen durch den direkten Kontakt und besonders beim Einatmen von Schimmelpilzsporen, eine Pilzinfektion der Atemwege erleiden. Selbst Allergiker können Probleme bekommen, wenn sie Schimmelsporen beispielsweise aus dem Hausmüll oder Essensresten einatmen.

Die Grenzfälle Wurst und Hartkäse

Einen Grenzfall bilden Hartkäse wie Parmesan oder luftgetrocknete Wurstwaren wie Edelsalami oder Parmaschinken. Hier darf der oberflächliche Schimmel großzügig weggeschnitten werden. Doch nur dann ist das möglich, wenn er grünlich-weißliche Fleck lediglich an der Oberfläche sitzt und es sich um ein ganzes Stück handelt. Ist der Hartkäse stärker befallen, dann muss auch dieser entsorgt werden, denn die Pilzen können bereits das Innere des Käses befallen haben. Keine Chance gibt es bei geriebenen Hartkäse – dieser gehört bei Schimmelbefall in den Müll.

Auch bei Brot liegt der Fall ähnlich. Geschnittenes Brot und Toastscheiben gehören ohne Frage in den Müll. Ist ein Schimmelpunkt oder ein Schimmelrasen sichtbar, dann ist davon auszugehen, dass bereits das komplette Brot von dem Schimmelpilz bzw. seinen nicht sichtbaren Pilzfäden durchzogen ist. Hier gilt im Zweifelsfall: Lieber entsorgen und nicht wegschneiden.

Die anfälligen Lebensmittel

Erstmals wurde 1960 in England bewiesen, wie gefährlich die Mykotoxine für Lebewesen sein können. Damals war ein aus Erdnüssen bestehendes Futtermittel für den Tod von rund 100.000 Zuchtputen verantwortlich. Erst nach diesem Vorfall begann die Humanmedizin damit, sich mit den Auswirkungen von Aflatoxinen auf den menschlichen Organismus zu beschäftigen. Die Studien, die gemacht wurden, brachten Erschreckendes zum Vorschein: Bereits geringe Mengen von Aflatoxinen können gravierende gesundheitliche Störungen zur Folge haben, da sie in der Lage sind, in die Zelle und sogar bis in den Zellkern vorzudringen.

Die folgenden Lebensmittel sind ganz besonders häufig von Aflatoxinen belastet:

  • Mais: Neben einer Aflatoxinbelastung weisen die allermeisten Maisbestände auch das Schimmelpilzgift Fumonisin auf. Diese beiden Toxinen wird eine kanzerogene Wirkung nachgesagt.
  • Weizen: Auch Produkte wie Müsli, Nudeln und Brot sind oftmals mit Mykotoxinen belastet. Die meisten davon werden jedoch durch die große Hitzeeinwirkung abgetötet. Jedoch bleiben die weitaus gefährlicheren fettlöslichen und hitzebeständigen Aflatoxine zurück.
  • Gerste: Sie wird eingesetzt bei der Herstellung verschiedener Getreideprodukte und alkoholischer Getränke und ist wie auch Mais und Weizen häufig mit Mykotoxinen belastet, vor allem dann, wenn sie während einer Trockenperiode oder bei einer Flut geerntet wird.
  • Zucker: Zuckerrohr und Zuckerrüben sind extrem anfällig für Mykotoxine, denn Zucker stellt die ideale Nahrung für Schimmelpilz dar.
  • Erdnüsse: Eine Studie enthüllte 1993 dass in Erdnüssen bis zu 24 verschiedene Schimmelarten beherbergt sein können und diese können sogar nach der Sterilisation der Nüsse noch Kolonien bilden.
  • Baumwollsamen: Vor allem in Form von Baumwollsamenöl ist die Gefahr von einer Mykotoxin-Belastung sehr groß. Dieses findet vor allem als Zusatzstoff in Futtermitteln Verwendung.

Aber auch andere Lebensmittel wie Mandeln, Pistazien, Trockenfrüchte, Nüsse und Gewürze sind sehr stark schimmelpilzgefährdet, bei einer zu hohen Restfeuchte und/oder einer falschen Lagerung. Damit sind diese auch sehr anfällig für eine Aflatoxinbelastung. Zudem ist auch zu berücksichtigen, dass das Futter, dass von den Tieren aufgenommen wird, Aflatoxine enthält, die dann auch in deren Fleisch, Milch und anderen daraus hergestellten Produkten zu finden sind.

So kann Schimmelbefall verhindert werden

Damit es gar nicht erst dazu kommt, dass der Vorrat im Kühlschrank oder im Brotkasten vom Schimmel befallen wird, kann diesem mit einigen Tipps vorgebeugt werden.

  • Lebensmittel möglichst frisch und nur in kleinen Mengen kaufen und bald verbrauchen.
  • Es sollte beim Einkauf darauf geachtet werden, möglichst „unversehrtes“ Obst und Gemüse zu kaufen – keine Verletzungen, keine Druckstellen
  • Die Nahrung zu Hause sauber, kühl und trocken lagern.
  • Brotkästen und ähnliche Aufbewahrungsboxen einmal wöchentlich reinigen und mit Essigwasser abwischen.
  • Brot- und Käsekrümel regelmäßig entfernen, denn sie fördern die Schimmelbildung.

Nicht jeder Schimmel ist „böse“

Aber es gibt auch eine gute Nachricht, denn glücklicherweise ist nicht jeder Schimmel für den Menschen zwangsläufig gefährlich. Sondern ganz im Gegenteil:

  • Schimmelpilzen können sogar für den Menschen von Nutzen sein.

Denn ohne sie würden manche Käsesorten, wie beispielsweise der Camembert oder Roquefort gar nicht schmecken und ebenso auch nicht bestimmte Fleischwaren wie Salami. Der Grund dafür ist, dass dort Pilze bei der Herstellung konservierend wirken und für die Bildung des Aromas verantwortlich sind.

Auch beim Brotbacken ist ein Hefepilz als Backtriebmittel behilflich, denn er setzt die Stärke im Mehl zu Zucker um und schließlich zum Gas Kohlendioxid, wodurch das Brot aufgeht. Auch Wein und Bier werden mithilfe von Hefepilzen hergestellt, denn sie wandeln den Zucker zu Alkohol um und setzen die Geschmacksstoffe frei. Ein weiterer Schimmelpilz wird sogar großtechnisch zur Herstellung von Zitronensäure genutzt, denn er kann die Säure kostengünstig aus zuckerhaltigen Abfallstoffen produzieren. Die Zitronensäure dient in Lebensmitteln als Antioxidationsmittel und hat damit eine konservierende Wirkung bei den Speisen und Getränken.

Schimmelgeruch entfernen

“Puuuuh, muffiger Schimmelgeruch, woher kommt dieser?” – ein jeder hat diesen Geruch schon einmal wahrgenommen und jeder ist in der Lage ihn zuzuordnen. Denn er ist unverkennbar und erinnert an faule, nasse Gewölbe und unhygienische Ecken. Doch woher kommt dieser muffige „Schimmelgeruch“ eigentlich, der einfach nur abstoßend ist?

Von einigen Mikroorganismen und dazugehören nicht nur die Schimmelpilzen, stoßen als Stoffwechselprodukte ein Gas (Geosmin) aus, das unangenehm riecht. Genau dieses ist auch für den Menschen wahrnehmbar, wenn es in hoher Konzentration auftritt. Da von allen Schimmelarten viel Feuchtigkeit benötigt wird für einen massenhaften Wachstum und damit ein Schimmelbefall in der Wohnung einhergeht, kann der charakteristische Schimmelgeruch wahrgenommen werden.

Wo ist die Ursache für den Schimmelbefall

Doch bevor es daran gehen kann, den Schimmel und seinen Geruch zu entfernen, ist es wichtig, die Ursache für den Schimmelbefall ausfindig zu machen. Als Erstes sollte der Befall räumlich eingegrenzt werden und dazu ist es zumeist schon ausreichend, wenn man seiner Nase folgt und dem Befall auf die Schliche zu kommen.

Sollte es ohne Hilfsmittel schwierig sein den Schimmelbefall zu lokalisieren, dann ist es möglich mit einfachen Tricks die Suche aufzunehmen. Dafür werden einfach in allen verdächtigen Räumen die Fenster und Türen für circa zwei Stunden schließen und die Türritzen verstopfen, damit es zu keinen Luftaustausch zwischen den einzelnen Räumen kommen kann. Später, wenn die Tür von einem Raum wieder geöffnet wird, sollte der Schimmelgeruch ziemlich genau zuzuordnen sein. Denn dort wo der Geruch am intensivsten auftritt, dort wird auch der Schimmelbefall zu finden sein.

Der zweite Schritt beinhaltet die Suche und dabei sollen alle Raumecken und verdeckten Flächen hinter Möbeln und Bildern absucht und „abgeschnüffelt“ werden, damit man dem versteckten Befall auf die Spur kommen kann.

Erst dann, wenn der Schimmelgeruch genau lokalisiert wurde, aber kein sichtbarer Schimmelbefall zu sehen ist, wird es schwierig. Doch bevor es daran geht, Tapeten zu entfernen und/oder Decken und Fußböden zu öffnen, sollte man als Mieter mit dem Vermieter über das Problem sprechen und ihm dann die Entscheidung überlassen, wie er weiter vorgeht, bzgl. des Schimmelgeruchs bzw. Schimmelbefalls. Sollte auch im weiteren Verlauf, der Schimmelbefall nicht lokalisiert werden können, dann ist es angebracht, darüber nachzudenken, einen Spezialisten zu beauftragen oder einen Schimmelgutachter, damit dem Problem ein Ende gesetzt werden kann.

Im Übrigen ist es auch möglich, gleich von Beginn an eine Fachfirma zu beauftragen, wenn man selbst nicht auf die Schimmelsuche gehen möchte. Von den Fachleuten wird dann ein sogenannter MVOC-Schimmeltest gemacht, mit dem die Konzentration von Geosmin und andern Stoffen im Raum gemessen wird.

Nachhaltig den Schimmelgeruch entfernen

Das bedeutet, wo immer auch Schimmel auftritt, ist in seiner direkten Umgebung der modrige Geruch wahrnehmbar. Die Ausdünstungen, die an Fäulnis erinnern, mit einem wohlriechenden Raumduft zu überdecken, bringt auf Dauer keinen Erfolg. Als Erstes muss der komplette Schimmelbefall lokalisiert und entfernt werden. Dann heißt es den Untergrund trocknen zu lassen, um eine Geruchsneutralisation zu erreichen.

Tipps um Schimmelgeruch zu entfernen

  • Ausgiebig Lüften

Ein reichhaltiger Luftaustausch ist nach einer Schimmelsanierung empfehlenswert. Denn frische Luft von draußen ist sehr hilfreich, um den üblen Schimmelgeruch zu beseitigen. Das Beste ist es einen Durchzug entstehen zu lassen, in dem Fenster und Türen geöffnet werden, denn so kann sich die schlechte Luft sehr schnell verziehen. Doch es dauert einige Tage oder sogar mehrere Wochen, bis das sich der Geruch ohne zusätzliches Maßnahmen vollkommen verflüchtigt hat.

  • Duftstecker

Soll dem modrigen Geruch schnell der Garaus gemacht werden, dann kann das mithilfe von einem Duftstecker durchgeführt werden. Dieser wird direkt in eine Wand-Steckdose eingesetzt. In einem solchen Duftstecker ist bereits ein Duftflakon integriert. Da das Behältnis jedoch in der Senkrechten in der Steckdose stecken muss, damit keine Flüssigkeit ausläuft, sind Steckdosen die waagerecht verlaufen ungeeignet. Die Abgabe des Duftes kann in den verschiedensten Stufen eingestellt werden.

  • Lufterfrischer

Die Duftbäumchen, die man auch für das Auto nutzt, sind günstig und die Duftdepots zum Aufstellen benötigen keinen Strom. Sehr beliebt sind auch die Raumduft Diffuser, bei denen es sich um ein Lufterfrischersystem handelt, das aus einem mit Parfüm gefüllten Glasbehälter besteht, mit Stäbchen aus Bambus, Balsamholz oder Rattan. Diese werden in das flüssige Aroma eingetaucht und dieses steigt an in den Stäbchen hoch und verteilt sich mittels der Kaltkondensation im Raum. Diese Düfte sind qualitativ hochwertig und liegen preislich etwas höher, aber bestehen dafür auch aus 100 % pflanzlichen Substanzen.

Schimmelgeruch mit Hausmitteln entfernen

Nicht nur Zigarettenrauch kann mit Essig vertrieben werden, sondern auch im Kampf gegen modrige Gerüche bringt es gute Ergebnisse. Dabei wird ganz normaler Tafelessig in einer Schüssel in dem betreffenden Raum aufgestellt. Dort saugt der Essig dann die unangenehmen Gerüche auf und auch der Eigengeruch verschwindet sehr schnell.

Wenn es darum geht, in der Küche Schimmelgeruch zu entfernen, dann können ein paar Spritzer Essig auf die Herdplatte geträufelt werden und diese dann kurz anschalten. Der heiße Essigdampf vertreibt den Mief sogar sehr effektiv. Auch Kaffeepulver hilft bei lästigen Schimmelgeruch, denn Kaffee ist allgemein dafür bekannt, mit seinem Aroma andere Düfte zu verdrängen. Dafür einfach gemahlenen Kaffee in eine Schale schütten und dann in der Nähe des Schimmelgestanks platzieren.

Schimmelgeruch aus Textilien, Teppichen und Polstern entfernen

Selbst wenn der Schimmel beseitigt wurde und die Luft im Raum bereits vom Schimmelgeruch gereinigt ist, so bleibt dieser doch deutlich länger in Polstern und Teppichböden. Ein Teppich kann mit einem antibakteriellen Teppichreiniger ohne großen Aufwand gereinigt werden, damit der Geruch verschwindet. Doch viel schwieriger ist es, den penetranten Schimmelgeruch aus den Sesseln und Sofas zu entfernen. Werden Polsterreiniger oder Dampfreiniger eingesetzt, dann gehört der Geruch sehr schnell der Vergangenheit an, doch sollte das nicht der Fall sein, dann muss das Polster erneuert werden, damit der Geruch gestoppt werden kann. Sind Textilien wie.

  • Decken
  • Handtücher
  • Bettwäsche und
  • Kleidung

Vom Schimmelgeruch befallen, dann sollten diese mit einem antibakteriellen Waschmittel mindestens zweimal gewaschen werden. Dabei ist es wichtig, dass die betroffenen Textilien stets getrennt von den anderen gewaschen werden, die nicht betroffen sind. Denn ansonsten wird der Geruch übertragen.

Es gibt nur wenige Menschen, die wissen, dass Glühbirnen eine Quelle für Schimmelgeruch sind. Der Grund ist, dass der Geruch sich auf der Glühbirne festsetzt und dann nach dem Einschalten durch die Erwärmung jedes Mal aufs Neue freigesetzt wird und so in der Luft hängt. Daher sollten bei Schimmelgeruch auch die Glühbirnen ersetzt ersetzt werden, damit der Schimmelgeruch endgültig verschwindet.